Bewerberverhalten

   

Karriereplanung und Karriereentwicklung

Einige Gedanken zum Thema Arbeitsplatzsuche

Der Begriff "Karriere" wird in seinem allgemeinen Verständnis meistens sehr zwiespältig benutzt. Oft wird der Begriff mit Bedeutungen belegt, wie "Streber, Ehrgeizling, Materialist, Egoist, etc."

Ich denke, die meisten von uns kennen Personen, die sie mit diesen Attributen versehen können und die als lebendige Beweise für diese Einschätzung von "Karrieretypen" stehen. Diese Personen, die derartige Einschätzungen vornehmen, kann man durchaus als Vertreter der sogenannten XY-Theorie bezeichnen, wobei dieser zuletzt genannte Typ die X-Theorie vertritt. Danach sind die Menschen grundsätzlich schlecht, sie wollen andere nur schädigen und suchen ausschließlich ihren eigenen Vorteil.

Eine zweite Einordnung des Begriffs "Karriere" könnte mit Assoziationen verknüpft sein, wie "Aufstieg, Erfolg haben, sich entwickelt haben, es zu etwas gebracht haben, etc." Menschen, die eine solche Einschätzung vornehmen, kann man dementsprechend als Vertreter der sogenannten Y-Theorie bezeichnen. Nach dieser Theorie ist der Mensch von Natur aus gut, ist immer motiviert, entwickelt sich immer weiter und ist grundsätzlich optimistisch.

Beide Theorien haben den Nachteil, daß die Reinform von Menschen, die den jeweiligen "Karrieretyp" symbolisieren, in der Realität kaum zu finden ist. Karriere an sich ist weder positiv noch negativ - entscheidend ist, was jemand unter seiner ganz persönlichen Karriere versteht und verstehen möchte. Der individuelle Mensch entscheidet durch seine Bedürfnisse, Werte, Einstellungen und Lebenserfahrungen, wie er die Ausgestaltung des Begriffs Karriere versteht.

Für außerordentlich wichtig halte ich es, daß eine umfangreiche, fundierte und differenzierte Reflexion über die berufliche Zukunft und Gestaltung der eigenen Zukunft überhaupt stattfindet.

Karriereplanung ist Lebensplanung

Meine Erfahrungen aus nun mittlerweile 10 Jahren Karriereberatung zeigen mir, daß die allermeisten Menschen sich keine oder nur wenig Gedanken über die Ausrichtung ihrer beruflichen Zukunft machen und weit davon entfernt sind, so etwas wie Lebensplanung vorzunehmen. Sie sind oft gar nicht in der Lage, ihre eigene Situation zu analysieren. Sie wissen nicht genau, was sie können und wo ihre Schwächen liegen, und noch weniger wissen sie, welches berufliche Ziel sie verfolgen oder welche persönlichen und privaten Ziele sie anstreben. Dies zeigt sich dann oft sehr deutlich, wenn im Vorstellungsgespräch z.B. auf die Frage "Was wollen Sie denn für uns tun?" geantwortet wird. Die meisten Antworten lassen dann sehr tief blicken. Ein guter Personalverantwortlicher benötigt nur wenige Fragen und sehr wenig Zeit, um einen Eindruck davon zu erhalten, wie jemand mit sich selber umgeht - und demzufolge, welcher Arbeitsstil im Unternehmen von der Person zu erwarten ist.

Karriereentwicklung bedeutet Persönlichkeitsentwicklung

Die Anforderungen einer Tätigkeit in bezug auf zu lösende Probleme im Arbeitsalltag zwingen die Fach- oder Führungskraft immer wieder, sich den aktuellen Aufgaben zu widmen und dafür Sorge zu tragen, daß Probleme zum Nutzen des Unternehmens/Arbeitgebers gelöst werden.

Die Unterschiedlichkeit der Probleme - fachliche, organisatorische, menschliche, führungsbedingte etc. - sorgen für die Notwendigkeit, sich mit immer neuen Problemsituationen auseinanderzusetzen und für Lösungen zu sorgen. Dadurch erhöht sich die Kompetenz des Mitarbeiters, und dieser entwickelt seine Persönlichkeit ständig weiter. Natürlich kann es auch zu Situationen kommen, in denen die Entwicklung von persönlichen Fähigkeiten geradezu verhindert wird. Bei engagierten Personen führt dies dann häufig zur inneren Kündigung und meist später dann zum Unternehmenswechsel. Es gibt nicht wenige Unternehmen, die so organisiert sind, daß sie die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter ungewollt systematisch verhindern.

Ihr Leben im Rückspiegel

Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, um eine fundierte Arbeitsplatzsuche vorzubereiten. Arbeiten Sie zunächst Ihre wesentlichen Lebensphasen heraus (möglichst schriftlich!).

Monat/Jahr Abschnitt/Phase Nr.
1996 Diplomarbeit: "Marketingkonzept für "Pay-per-view" Anbieter in Europa"  1
01-06/96 Praktikum: Marketingabteilung beim Sender Premiere  2
1995/1996 Studienschwerpunkt: Internationales Marketing,
Unternehmensplanung, Wirtschaftsinformatik
 3
1992-1996 Job: Taxifahren  4
seit 1990 Fußballtrainer  5
etc. etc.  6

In einem zweiten Schritt gehen Sie ins Detail und arbeiten für jede Phase heraus:

  • Fachkenntnisse
  • Schlüsselqualifikationen, d.h. übertragbare Fähigkeiten, die für unterschiedliche Tätigkeiten eingesetzt werden können
  • Persönliche Eigenschaften, die Sie in dieser Phase besonders eingesetzt haben
  • Besondere Leistungen, an die Sie sich erinnern können
  • Probleme, die Sie erfolgreich gelöst haben
  • Persönliche Kontakte aus dieser Zeit

Nachdem Sie nun einige Stunden die Gelegenheit genutzt haben, sich an viele Kenntnisse und Aktivitäten in Ihrem bisherigen Leben vielleicht neu zu erinnern, sollten Sie alles, was Sie bisher schriftlich erarbeitet haben, ein paar Tage liegen lassen, um es dann neu zu bewerten hinsichtlich der Fragestellung - von all dem, was ich bisher gemacht habe:

Was kann ich besonders gut?
und
Was mag ich besonders gern?

Hinter diesen beiden Fragen stehen die für Sie entscheidenden Fragen, wo waren Sie bisher erfolgreich, und in welchen Situationen waren Sie besonders zufrieden, mit dem, was Sie getan haben. Sämtliche Aktivitäten auch im Unternehmen lassen sich auf diese Grundfragen reduzieren.

Erfolg und Zufriedenheit - privat und im Beruf


Tätigkeitsfelder erarbeiten, Fokussieren und Entscheiden

Beim nächsten Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen Arbeitsplatzsuche gilt es, die bisherigen Ergebnisse des Lebens im Rückspiegel auszuwerten und unter Berücksichtigung der Schwerpunkte in bezug auf Fachwissen, Persönlichkeit und Schlüsselqualifikationen ein breites Spektrum an möglichen Tätigkeitsfeldern zu entwickeln. In der Regel sollten ca. 5-10 Tätigkeitsfelder erarbeitet werden. In methodischer Hinsicht bieten sich das Brainstorming, Brainwriting oder die 1+1-Kartenabfrage an. Beziehen Sie einen Ihnen bekannten und vertrauten Personenkreis, dem Sie eine gewisse Kompetenz zuschreiben, gern in Ihr Vorgehen ein. Natürlich können Sie auch an dieser Stelle einen Berater zur Unterstützung heranziehen. Es ist gut, wenn Sie und Ihre Helfer schon in diesem Stadium Personen einbeziehen, die über sehr gute aktuelle Marktkenntnisse verfügen und sich gut in die sehr unterschiedlichen, neu entstandenen Tätigkeitsfelder hineindenken können.

Nachdem Sie nun über 5-10 Alternativen Ihrer möglichen Tätigkeitsfelder verfügen, sollten Sie die 3 wichtigsten Bereiche für Sie herausstellen und sich in der Folgezeit nur diesen Ihre gedankliche Energie widmen. Wenn Sie sich nicht eindeutig entscheiden können, setzen Sie die Prioritäten - in dem Wissen , daß grundsätzlich auch andere Entscheidungen möglich wären.

Nun entscheiden Sie sich für einen Tätigkeitsbereich, dem Sie ca. 80 % Ihrer zukünftigen Energie und Wochenarbeitszeit widmen wollen. Die übrigen zwei Tätigkeitsbereiche betrachten Sie als Nebengleise, die Sie vor allem für Reaktiv-Bewerbungen nutzen sollten (Ausschreibungen, Inserate, etc.).

Ihr Ziel mit erster Priorität sollten Sie vor allem mit Initiativ-Bewerbungen anstreben (Bewerbungen nach Telefonakquisition, aktuellen Artikeln, neuen Informationen, etc.). Viele Bewerber befürchten mit der Festlegung auf ein Ziel, nicht flexibel auf den Markt reagieren zu können. Sie unterschätzen die Bedeutung eines ausgefeilten guten Nutzenangebots, das ein Bewerber einem Unternehmen macht.

Nur wenn dieses Nutzenangebot mit der notwendigen Kompetenz und den entsprechenden persönlichen Eigenschaften überzeugend beim Entscheidungsträger ankommt, hat der Bewerber eine reelle Chance. Wie soll es mir gelingen, mich in einem weitgehend nur oberflächlich bekannten Segment als "Profi" darzustellen?

Informationsbeschaffung, Nutzenstiftung und Zielgruppensuche

Nachdem Sie sich für eine konkretes Tätigkeitsfeld entschieden haben, benötigen Sie nun in der Regel sehr gute Kenntnisse des Marktes, in dem Sie Ihr ganz persönliches Angebot plazieren wollen. Die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung sind so gut wie unbegrenzt. Mit Ausnahme einiger wissenschaftlicher Bereiche, gibt es für nahezu alle Tätigkeitsfelder genügend Literatur, Adressen- und Informationsmaterial (z.B. Adressbuchverlage, Wirtschaftsnachschlagewerke, relevante Zeitungen und Zeitschriften, Elektronische Medien u.a.). Das Material ist fast immer so umfangreich, daß ein (Bewerbungs-) Leben nicht ausreicht, um alle Adressaten mit einer Bewerbung zu berücksichtigen.

Der Markt und das Anforderungsprofil an einen Arbeitsplatzsuchenden

Wir leben in einer Marktwirtschaft, die in Ihren Veränderungstendenzen ähnlich dramatisch verläuft, wie in den Zeiten der Industriellen Revolution. Die Halbwertzeit von Fachkenntnissen nimmt in nicht absehbaren Zeitabständen immer weiter deutlich ab. Die weltweite Konkurrenz nimmt ständig zu, und die europäische Wirtschaft ist täglich um die Anpassung an Weltmarkt-verhältnisse bemüht.
Die Ergebnisse dieser Bemühungen erleben wir beinahe täglich, wenn wir vom weiteren Abbau von Sozialleistungen, vom weiteren Anstieg von Arbeitslosigkeit, aber auch von neuen und dramatisch wachsenden Unternehmenserfolgen aus den Medien erfahren.

Diese Situation hat nicht nur Auswirkungen für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter, sondern in erheblichem Maße auch für den Bewerber. Hier einige Anforderungen, die für den erfolgreichen Bewerber von großer Bedeutung sind:

  • Als Arbeitsplatzsuchender bin ich Unternehmer meiner Person
  • Für ein erfolgreiches Projekt Arbeitsplatzsuche benötige ich eine 40 Std.-Woche
  • Kenntnisse der aktuellen Marktsituation in dem Marktsegment, in dem ich ein Angebot machen möchte
  • Kenntnisse über den Weg, um an entscheidende Markt- und Unternehmensinformationen sowie das notwendige Adressenmaterial zu kommen
  • Kenntnisse einer geschäftsüblichen, aussagefähigen (Be-) Werbung in Ihrer speziellen Branche
  • Fähigkeiten im Telefonverkauf, der Telefonakquisition
  • Organisationsfähigkeit
  • Sehr gute Kommunikationsfähigkeit und Beherrschung wesentlicher Gesprächsführungstechniken
  • Hohe Frustrationstoleranz
  • Hohe Eigeninitiative und Fähigkeit zur Eigenmotivation
  • Durchsetzungsfähigkeit

Dieses Anforderungsprofil erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es soll vor allem verdeutlichen, daß erhebliche Anstrengungen notwendig sind, bis es zur Aufnahme eines neuen Arbeitsplatzes gekommen ist. Der "normale" Bewerber ist verständlicherweise am Anfang seiner Bewerbungsaktivitäten völlig überfordert, um schnell zu dem gewünschten Arbeitsplatz zu gelangen.

Entrepreneurchip - Der Bewerber als Unternehmer im und außerhalb des Unternehmens

Die Veränderungen im Weltmarkt machen es für Unternehmen und Arbeitnehmer notwendig, sich an immer neu entstehende Situationen vorausblickend anzupassen, um konkurrenzfähig zu bleiben, Gewinne zu erwirtschaften und Arbeitsplätze im beiderseitigen Interesse zu sichern.

Selbständiges und eigengesteuertes Denken und Arbeiten sind die Grundvoraussetzungen sowohl für die erfolgreiche Arbeitsplatzbeschaffung als auch für den Erfolg im Unternehmen.

Für den Bewerber bedeutet dies, das er eine hohe Eigenmotivation entwickeln muß, um die Interessen des Unternehmens zu den eigenen Problemen zu machen und immer neuen Nutzen - nicht zuletzt für sich selbst - zu schaffen. Als Angestellter in einem Unternehmen mag dies zunächst leicht nachvollziehbar sein, vor allem dann, wenn ich für eine verantwortungsvolle Fach- oder Führungstätigkeit gut bezahlt werde.

Den allermeisten Arbeitsplatzsuchenden fällt es jedoch erfahrungsgemäß sehr schwer, sich in mögliche aktuelle oder zukünftige Probleme eines potentiellen Arbeitgebers hineinzuversetzen, um sich mit dessen Problemen zu beschäftigen. Um erfolgreich zu sein, ist dies jedoch unerläßlich.

Neben der hohen Eigenmotivation sind ausgezeichnete Branchen- und Tätigkeitskenntnisse ebenso wie Kreativität und Einfühlungsvermögen wichtig für einen schnellen Bewerbungserfolg.

Triebfeder für soviel Engagement und selbständiges Arbeiten können sowohl individuelle Zielsetzungen (gutes Gehalt, materielle Werte, persönliches Ansehen o.ä.) sein wie auch Ihre persönliche Vision, Ihre Vorstellung oder Ziel von dem, was Sie an Problemen für Ihre Zielgruppe lösen wollen.

Ein schlüssiges Konzept zur Umsetzung der Ziele macht eine Vision operationalisierbar und damit im Detail überprüfbar, so daß notwenige Korrekturen schnell erkannt und vorgenommen werden können.

Werbung in eigener Sache - die Bewerbungsunterlagen

Jede Bewerbung sollte zielgruppenspezifisch angefertigt werden. Jede Tätigkeit besitzt ein spezifisches Anforderungsprofil, daß für jede Bewerbung immer wieder neu entwickelt werden muß. Nur dann ist gewährleistet, daß der Personalverantwortliche auch die Informationen erhält, die er tatsächlich benötigt. Neben der Einhaltung geschäftsüblicher Formalien und Gepflogenheiten halte ich zwei Dinge für besonders wichtig:

  • In der Bewerbung sollte Ihre Perspektive von den zu erwartenden Problemen im Unternehmen/Arbeitgeber deutlich werden und wie Sie sich die Lösung der Probleme mit Ihren Qualifikationen vorstellen.
  • Die Bewerbung sollte ein detailliertes Qualifikationsprofil enthalten. Sie geben dem Leser die Möglichkeit, sich umfassend mit Ihrer Person und Ihren Qualifikationen auseinanderzusetzen.

Die Präsentation - das Vorstellungsgespräch

Wenn Sie die oft lang ersehnte Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten haben, liegt zumeist ein langer Arbeitsprozeß hinter Ihnen. Es lohnt sich also, sich ein weiteres Mal intensiv vorzubereiten. An dieser Stelle kann es nicht darum gehen, welche Antwort in welcher Situation die "richtige" sein könnte.

Professionelle Hilfe

Die allermeisten Bewerber entdecken erst sehr spät, welche Anforderungen bei einer gezielten und erfolgreichen Arbeitsplatzsuche auf sie zukommen, so daß ein Zeitraum von ein bis zwei Jahren ohne Beschäftigungsverhältnis durchaus vermehrt vorkommt.

Analysieren Sie Ihre Voraussetzungen und beobachten Sie, wo Hindernisse auf dem Weg zum Erreichen eines Arbeitsplatzes vorliegen. Danach sollten Sie entscheiden, ob und in welchem Umfang Sie professionelle Hilfe beanspruchen wollen!

Wenn Sie sich für die Unterstützung durch einen Berater entscheiden, informieren Sie sich über die Angebote in Ihrer Region und führen Sie grundsätzlich ein erstes Beratungsgespräch, daß immer kostenlos sein sollte!
Fragen Sie, welche Unterstützung Sie erwarten können und lassen Sie diese später auch schriftlich fixieren!
Fragen Sie nach bisherigen Erfolgen des Beraters, und fragen Sie, ob frühere, erfolgreiche Kunden bereit sind, Auskunft über die Beratungsleistung zu geben!

Bedenken Sie!

Jede Unterstützung durch ein externen Berater kann nur so erfolgreich sein, wie beide Seiten initiativ, kompetent und motiviert zusammenarbeiten.
Eine Beratung führt nur dann mit großer Aussicht zum schnellen Erfolg, wenn der Bewerber entsprechende Einsatzbereitschaft und Motivation zum Erreichen des Arbeitsplatzes mitbringt.








 
Tipp
  • Ermitteln Sie Ihre ganz persönlichen Bedürfnisse, Werte und Einstellungen.
    Überlegen Sie, ob Sie professionelle Verfahren zur Ermittlung einbeziehen wollen.
  • Definieren Sie Ihre Bedeutung von Arbeit und was Sie durch Ihre Arbeit erreichen wollen.
    Beziehen Sie Frau/Freundin, Freunde, Dozenten/Lehrer, Verwandte, o.a. u.U. ein.
  • Definieren Sie persönliche und private Ziele, und setzen Sie am Beginn Ihrer Planungsphase Rahmenbedingungen für Ihre beruflichen Zielvorstellungen.
  • Stellen Sie sicher, daß Sie Ihre Ziele so formulieren, daß sie den üblichen Gütekriterien für das Aufstellen von Zielen standhalten.
Tipp
  • Analysieren Sie Ihre persönlichen Fähigkeiten.
    Lassen Sie möglicherweise ein professionelles "Persönliches Einsatz Profil - PEP" erstellen
  • Denken Sie darüber nach, wie wichtig Ihnen Ihre persönliche Weiterentwicklung ist.
  • Legen Sie fest, in welchen Persönlichkeitsbereichen Sie sich weiterentwickeln wollen und machen Sie sich bewußt, mit welchen Teilen Sie schon sehr zufrieden sind.
  • Achten Sie darauf, daß Ihr gesamtes Persönlichkeitsbild mit Ihrer beruflichen Zielsetzung und den dort üblichen und geforderten Persönlichkeitsmerkmalen übereinstimmt oder dieser zumindest nicht entgegensteht.
Ihr Nutzenangebot
Der schwierigste Teil ist sicher die fundierte inhaltlich und sprachliche Ausarbeitung Ihres ganz persönlichen Nutzenangebots. Mit jeder Bewerbung, die Sie absenden, die nicht deutlich Ihren Nutzen verständlich darstellt, vertun Sie eine gute Chance, den "Profi" für eine bestimmte Lösung anzubieten.
Sie müssen jederzeit in der Lage sein - auch bei überraschenden Telefonaten -, Ihr Angebot dem Interessenten spontan darzustellen. Dies gelingt nur dann wirklich gut, wenn Sie sich selbst über den Nutzen Ihrer geplanten Mitarbeit im klaren sind.
Die erzielte Wirkung geht sehr schnell in die Richtung: "Der kann uns helfen" oder "Der sucht nur (irgend-) einen Job".
Tipp
  • Nehmen Sie sich genügend Zeit für die Informationsbeschaffung. Sie ist eine wichtige Grundlage für eine gezielte und effektive Bewerbung. Nutzen Sie alle Ihnen zur Verfügung stehenden Informationsmedien und alle Personen, von denen Sie nutzbringende Informationen erwarten.
  • Bedenken Sie, daß zur Informationsbeschaffung für die Erkundung der Marktlage und Branchenüblichkeiten nur Sie verantwortlich sind - und niemand sonst.
  • Informationen können Geld kosten - betrachten Sie dies als Investition in Ihre berufliche Zukunft, und entscheiden Sie, welche Informationen Ihnen was Wert sind.
Tipp
  • Bereiten Sie Ihre Präsentation gründlich schriftlich vor, und nehmen Sie eine Grobstruktur Ihres geplanten Vorgehens mit in das Gespräch. Demonstrieren Sie ruhig, daß Sie gut vorbereitet sind!
  • Sie sind Gast des Hauses - stellen Sie sich auf die Spielregeln ein, die in diesem Hause üblich sind (Kleidung, Rauchen, Essen, Trinken, etc.)!
  • Seien Sie sich immer darüber im klaren, daß Sie sich in einer geschäftlichen - nicht privaten - Situation befinden!
  • Steuern Sie Gespräch immer daraufhin, Informationen über sich preiszugeben, die zur Bewältigung der Aufgaben im Hause wirklich wichtig sind!
  • Lassen Sie sich auf keine Diskussion/Streitgespräche ein - geben Sie Ihre Perspektive wieder!
  • Beenden Sie das Gespräch mit einem deutlichen, aber nicht übertriebenen Hinweis auf Ihr Interesse an einer Mitarbeit im Hause des Gastgebers!